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Sucht und Abhängigkeit
Die Begriffe Sucht und Abhängigkeit werden häufig synonym verwendet; daneben steht noch der Begriff Drogenmissbrauch. Sucht und Abhängigkeit kann jede Altersgruppe betreffen: bei jüngeren Menschen tendenziell der erhöhte Missbrauch illegaler Drogen, bei älteren der Missbrauch legaler Drogen wie Alkohol, Nikotin und Medikamente.
Dem erweiterten Suchtbegriff werden heute zunehmend auch sog. Verhaltensstörungen wie Essstörungen oder Spielsucht zugeordnet.
Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) definiert Sucht als einen Zustand periodischer oder chronischer Vergiftung, hervorgerufen durch den wiederholten Gebrauch einer natürlichen oder synthetischen Droge, der durch 4 Kriterien gekennzeichnet ist:
- ein unbezwingbares Verlangen zur Einnahme und Beschaffung des Mittels,
- eine Tendenz zur Dosissteigerung (Toleranzerhöhung),
- die psychische und meist auch physische Abhängigkeit von der Wirkung der Droge,
- die Schädlichkeit für den einzelnen und / oder die Gesellschaft.

Sucht ist in erster Linie ein psychisches Problem, mit in der Regel bald
auftretenden körperlichen und sozialen Folgen.

Drogen und Drogenmissbrauch
Nach einer Definition der WHO gilt jede Substanz als Droge, die in einem lebenden Organismus Funktionen zu verändern vermag. Dieser erweiterte Drogenbegriff umfasst nicht nur Cannabisprodukte, Halluzinogene, Stimulantien, Schnüffelstoffe, Medikamente (vorrangig Schlaf-, Beruhigungs- und Schmerzmittel), Alkohol, Tabakerzeugnisse, Opiate und Kokain. Er bezieht sich auch auf Alltagsdrogen wie z.B. Kaffee und Tee.
Jugendliche beginnen gewöhnlich mit dem Konsum legaler Suchtmittel wie Alkohol,
Nikotin oder Medikamente. Die Gefahr ist groß, dass sie nach einer gewissen Zeit
von diesen Suchtmitteln abhängig werden und ihre Gesundheit und soziale Existenz
nachhaltig beeinträchtigen.
Suchtprävention und -bekämpfung muss deshalb nicht nur illegale, sondern auch legale Suchtmittel umfassen. Auch ohne dass eine wirkliche Abhängigkeit vorliegt, kommt es vielfach zum Missbrauch illegaler wie “legaler” Drogen.
Aber selbst gelegentlicher oder auch nur einmaliger Drogenmissbrauch führt zur
Gefährdung desjenigen, der unter dem Einfluss von Drogen steht, wie auch zur
Gefährdung anderer. Dies gilt insbesondere beim Bedienen von Geräten,
beim Führen von Fahrzeugen  sowie ganz allgemein bei gefahrgeneigten Tätigkeiten.